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Was ist die Akzeptanz und Commitment-Therapie (kurz ACT) ?

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ie ACT ist eine sehr wirkungsvolle und wissenschaftlich gut erforschte verhaltenstherapeutische Therapieform. Sie basiert auf Erkenntnissen psychologischer Grundlagenforschung, wie die menschliche Psyche, unser Denken und Fühlen funktionieren. In der ACT geht es darum, Dinge zu akzeptieren, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, und unser Handeln darauf zu konzentrieren, was man ändern kann und was unser Leben besser macht. Es geht hier nicht nur ums Reden, vielmehr darum, aktiv neue Fertigkeiten zu lernen und auszuprobieren, um die Lebensqualität zu verbessern. Werte und beherztes Handeln Das oberste Ziel ist dabei zu helfen, ein sinnerfülltes, bedeutungsvolles Leben zu führen. Dafür ist es notwendig darüber zu reden, was wirklich im Leben für jemanden von Herzen wichtig und von tieferer Bedeutung ist, welche Werte und Leitlinien den grundlegenden Wünschen entsprechen und das Leben bestimmen sollen. Diese persönlichen Werte sind wie ein Kompass, an dem sich die Therapie orientiert. Damit lassen sich Ziele ableiten und herausfinden welches Handeln notwendig wäre, ein Leben besser zu machen und ihm mehr Sinnhaftigkeit und Lebendigkeit zu verleihen. Achtsamkeit, Abstand und Akzeptanz Ein anderes wichtiges Ziel ist zu lernen, wie man mit schmerzvollen Gefühlen und Gedanken effektiver umgehen kann, so dass sie weniger Auswirkungen und Einfluss auf unser Verhalten haben. Hier helfen sogenannte Achtsamkeits-Methoden. Achtsamkeit ist ein Bewusstseinszustand von Offenheit und Zentriertheit. In diesem erlernbaren Zustand haben schmerzvolle Gefühle und Gedanken weniger Einfluss auf uns, wir schaffen Abstand zu ihnen und sind nicht mehr mittendrin. Selbst äußert unangenehme Gedanken, Gefühle, Erinnerungen oder Körperempfindungen lassen sich in diesem Zustand leichter „nehmen“ und als das sehen, was sie wirklich sind.
Hier und Jetzt und Selbst Achtsamkeit bedeutet auch mehr im gegenwärtigen Augenblick („Hier und Jetzt“) zu leben, anstatt sich in Erinnerungen an die Vergangenheit oder Sorgen um die Zukunft zu verlieren. Dabei kann man ein neues stabiles Selbst-Gefühl (z.B. „Selbst als Kontext“, „Selbst als Perspektive“ oder „Selbst als Beobachter“ genannt) entdecken. In dieser Beobachter-Perspektive erleben wir ein natürliches starkes Selbstbewusstsein, das nicht erst antrainiert werden muss. Übung und Freiwilligkeit Natürlich geht das alles nur mit viel Übung, die im Idealfall auch zwischen den Sitzungen stattfindet. ACT stellt für jeden eine Herausforderung dar. Die Rahmenbedingung dieser Therapieform ist eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient. Alle Interventionen sind als Einladung gemeint, Neues auszuprobieren und es wird nichts erzwungen. Wichtig ist noch: Keine Therapieform funktioniert für alle. Wenn ACT nicht funktionieren sollte bedeutet es nur, dass es wahrscheinlich ist, dass eine andere Art von Therapie besser funktioniert und es lassen sich sicher andere therapeutische Methoden finden, die helfen.   Therapiedauer Eine Therapiesitzung dauert 50 min und es findet wöchentlich ein Termin statt. Die Therapiezeiträume gehen von 1-25 Stunden (Kurzzeittherapie) bis zu 45-80 Stunden (Langzeittherapie
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Kosten

  • Gesetzlich Versicherte

    Sie können direkt mit ihrer Versicherten-Chipkarte kommen und brauchen seit 01.01.2013 keine Überweisung mehr. Bei gesetzlich Versicherten wird nach der ersten bis fünften sogenannten probatorischen Sitzung ein Antrag auf Kostenübernahme bei ihre Kasse von meist 25 Therapiestunden gestellt. Diese nachfolgenden Stunden sind immer genehmigungspflichtig. Wenn jemand schon mal eine Therapie genehmigt bekommen hat, so muss diese abgeschlossen sein und mindestens 2 Jahre zurückliegen. Nach der 25 Therapiestunde, falls die Therapie länger gehen soll, ist ein Gutachterverfahren notwendig. Das bedeutet, dass ein anonymisiertes Gutachten angefertigt werden muss über den bisherigen Verlauf der Therapie, über die Problembereiche, den psychischen Befund, die Prognose und den weiteren Therapieplan. Dieses Gutachten wird von einem unabhängigen Gutachter bewertet und die weitere Kostenübernahme der Krankenkasse empfohlen.
  • Privatversicherte/ Beihilfe/ Berufsgenossenschaften

    Meist verhält es sich hier analog zu den gesetzlich Versicherten. Die ersten 5 Stunden sind probatorisch und nicht genehmigungspflichtig. Alle weiteren Stunden müssen zur Kostenübernahme bei der Kasse beantragt werden. Die Privatkassen stellen unterschiedliche Anforderungen, welche Angaben zur Therapie gemacht werden müssen. Meist wird auch verlangt, dass der Behandler Facharzt ist oder ein approbierter psychologischer Psychotherapeut. Auch hier gilt natürlich: Wer krank ist im Sinne der Psychotherapie-Richtlinien und Therapie braucht, bekommt auch eine Kostenübernahme.
  • Selbstzahler

    Wenn Sie ihre Kasse nicht in Anspruch nehmen wollen, können Sie die Therapiestunden selbst bezahlen. Das Honorar richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (2,3-facher Satz der GOÄ, z.B. Ziffer 870, Einzel-Verhaltenstherapie). Manche Leistungen werden generell nicht von der Kasse übernommen z.B. Paartherapie, reines Coaching/ Beratung oder wenn keine medizinische Diagnose gestellt werden kann. (siehe Behandlungsschwerpunkte)
  • Supervision/ IFA-Gruppe

    Die Kosten für Supervision hängen von Art und Umfang des Auftrages/ Anzahl der Teilnehmer ab und werden in Absprache mit dem Auftraggeber/ Supervisanden festgelegt. Kosten für IFA-Gruppe: 18.-€/ h.